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Lotta auf Reisen
Zum Glück dürfen wir auch 2020 wieder dem Winter entfliehen und einige Wochen in Portugal und Spanien mit dem Wohnmobil verbringen. Mit dem Phoenix macht es immer riesigen Spaß, da wir auf fast nichts verzichten müssen. Den größten Teil der Reise möchten wir vollkommen Autark stehen und wenn möglich einsam. Das es an der Algarve anders sein wird, daß wissen wir.
27.02.2020

Seit einigen Tagen befinden wir uns nun an der Algarve am wunderschönen Atlantik.
Da wir auf unseren Stellplatz am Motorhome Park Falesia erst zum Dienstag fahren konnten, machten wir einen Zwischenstopp ca. zwanzig Kilometer entfernt bei dem kleinen Örtchen Namens Galè. Hier befindet sich ein mittelgroßer Parkplatz direkt am Wasser. Für eine Übernachtung dachten wir, wird uns die GNR (Polizei) wohl in Ruhe lassen. Wie auch sonst an der gesamten Küste an der Algarve, war natürlich auch hier das Parken tagsüber erlaubt, aber Nachts zum Schlafen verboten. Zum Glück ist die GNR nicht so besessen, wie die eine oder andere Politesse in Deutschland, um kräftig Knöllchen zu verteilen. Aber man weiß ja nie!
Da wir dort zeitig einliefen, hatten wir auch genügend Zeit, unserer kleinen Lotta das große weite Meer zu zeigen. Wir hatten ja noch keine Vorstellung davon, wie es so bei ihr ankam.
Man muß wissen, daß in dieser Ecke das Meer häufig wild ist und die Wellen durchaus eine gewaltige Kraft besitzen. Diese Kraft sollte Carlotta auch gleich zu spüren bekommen.
Nach den ersten flotten Läufen am Strand, wagte sie sich immer näher an das kühle Nass.
Das Wasser zog sich zurück und Lotta folgte. Das nun eine fette Welle bevorstand, wußten wir, aber der Dackel nicht. Ich sah das Unheil kommen und „sprintete“ zum Hund. Dieser war aber schon in der Welle gefangen und überschlug sich. Danach griff ich ins Meer und befreite die Kleine aus der misslichen Situation. Triefnass hielt ich das Würmchen in den Händen. Der Wind mußte nur dreimal kräftig pusten und schon war die Lütte größtenteils wieder trocken. Nun lotet sie die Wellen aus und hält seit heute immer 50cm Respektabstand zu den Wellen.


Am Dienstag ging es nach einer sehr ruhigen Nacht Richtung Albufeira. Kleinere Einkäufe mußten erledigt werden und der Phöenix wollte duschen. Er hatte es dringend nötig, denn unten an den Schürzen und am Heck war er mehr schwarz als weiß. Nach fünfundvierzig Minuten hatten wir alles abgedampft und mit halbwegs sauberem Reisemobil ging es weiter nach Falesia. Wir parkten erstmal vor dem Motorhomepark, da wir nicht wußten, ob unser Stellplatz schon frei sein würde. Eine Stunde dauert es noch und wir konnten unser neues Heim beziehen. Mit viel Glück konnten wir einen super Platz in der ersten Reihe ergattert. Vielen Dank dafür. .Für Lotta absolut super. Eine riesige Auslaufwiese liegt direkt in Sichtweite.
Mit den Fahrrädern unternahmen wir am kommenden Tag eine Tour nach Quarteira zur Fischhalle. Maike meinte es besonders gut und orderte zwei fette Doraden, die ich dann am Nachmittag auf unseren neuen Gasgrill legen durfte. Endlich haben wir einen Grill gefunden, der nicht bei der kleinsten Windböe ausgeht. Somit konnte sich auch das Ergebnis mehr als lecker sehen und schmecken lassen.
Für die nächsten Tage werden wir mal schauen, was wir so alles anstellen. Wir kennen hier ja schon einiges, aber trotzdem ist die Region ein absolutes Highlight auf unsrer Tour.
Nun lassen wir den Phoenix einige Zeit hier stehen und genießen unseren Urlaub.

09.03.2020 Für uns brechen in Falesia die letzten Tage an. Es war mal wieder eine super Zeit hier. Schöne Tage verbrachten wir mit Irmi und Uwe, mit denen es immer sehr angenehm und kurzweilig ist.
So schön der Platz „Motorhomepark Falesia“ auch ist, merken wir, daß wir weiter müssen. Nach einiger Zeit fühlt es sich so an wie „Täglich grüßt das Murmeltier“. Das ist jetzt auch nicht negativ gemeint, wir verspüren aber den Drang, daß es nun weiter gehen muß. Wie wir es in ein paar Jahren sehen, werden wir abwarten müssen. Für uns beginnt aber zum Glück noch nicht die Heimreise, sondern wir fahren nur etwas weiter Ostwärts und bleiben an der Algarve. Am Dienstag geht’s weiter und unser nächster Eincheckpoint ist der Stellplatz in Tavira. Der Platz ist noch ziemlich neu und betrieben wird er vom selben Besitzer, wie der in Falesia. Wir wissen zwar, daß er mit diesem hier nicht mithalten kann, aber wir möchten etwas neues sehen uns haben in Tavira eventuell die Möglichkeit, mehr mit dem Fahrrad zu unternehmen. Zudem soll der Ort auch sehr ansehnlich sein, was das Ganze doch sehr reizvoll macht.
Sehr wahrscheinlich werden uns Irmi und Uwe nach Tavira begleiten. Sehr lange werden wir uns aber nicht mehr anders Küste aufhalten können. Das Zeitkonto reduziert sich nun doch ziemlich flott. Trotzdem werden wir auch die Heimreise entspannt angehen.


Die Pläne für die weitere Rückreise sind wie wir meinen sehr vielversprechend. Nach Tavira werden wir uns auf eine hundert Kilometer lange Fahrt in das Landesinnere begeben. Nach soviel Gesellschaft, guten Gesprächen, aber auch viel Smalltalk, sehen wir uns wieder ein Stückweit nach Ruhe und Einsamkeit. Die Wettervorhersage verspricht, daß es in Portugal auch in den kommenden Tage noch sehr warm und sonnig bleiben soll. Alles super Voraussetzungen, um auch die nächsten Tage hier noch voll genießen zu können. Oft und gerne steuern wir in Portugal die Stauseen an. Hier besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, einen für unsere Bedürfnisse absoluten „Topplatz“ zu finden.